Coaching-Tipp: Psychische Gesundheit: Von der Pflicht, sich Sorge zu tragen

Es gibt Dinge, die für unser Leben sehr wichtig sind. Beispielsweise Partnerschaft, Freunde, Kaffee, der Austausch über soziale Netzwerke etc. Es geht immer um eine gesunde Balance. Balance bedeutet, trotz dynamischer Schwankungen in einem gesunden Gleichgewicht bleiben zu können. Damit es uns gut geht, ist insbesondere die psychische Gesundheit das Mass vieler Dinge.

«Dummerweise sind Unternehmerinnen und Unternehmer - das ist zumindest meine Beobachtung - in Sachen Selbstfürsorge echte Dilettanten.» (Quelle: Impulse.de, Newsletter).

Selbstfürsorge schieben wir schnell einmal ins zweite Glied. Der Mensch ist bekannt dafür, dass er sich selbst sabotiert. Weil der Kopf sagt, «Es wird schon irgendwie gehen» und er die Signale des Körpers und der Psyche aussticht. So leert sich der Kraftspeicher immer mehr. Heimtückisch, in kleinen, oft kaum spürbaren Schritten schwindet die Energie dahin und damit der überlebensnotwendige Spielraum. Bis zu dem entscheidenden Moment, wo die Leistung versiegt und nichts mehr geht.

Mit der Überlastung steigt auch die Gefahr, Fehler zu machen!

Damit das nicht passiert, ist es wichtig, dass wir die Sorgfaltspflicht uns selbst gegenüber wahrnehmen.

Mehr Leistung und mehr Flexibilität

«Arbeitnehmer sehen sich in vergleichsweise kurzer Zeit neuen und veränderten Bedingungen gegenüber, die eine Anpassung erforderlich machen.» (Quelle: karrierebibel.de)

Digitalisierung, demografischer Wandel und Globalisierung werden als Hauptpunkte für den Arbeitsmarktwandel erwähnt. Während im letzten Jahrhundert der Arbeitsplatz selten wesentlich verändert wurde, ist dieser heute zunehmend einem ständigen Wandel unterzogen.

Immer komplexere Leistungsaufträge werden vom Anspruch auf höchste Flexibilität begleitet.

Für Unternehmen ist wichtig, nicht nur die Anforderungen klar und verständlich zu formulieren, sondern auch die körperliche und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz wahrzunehmen und zu berücksichtigen.

Der Mensch ist und bleibt ein Mensch und damit begrenzt in seiner Leistungsfähigkeit!

Körperliche und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Manchmal nehmen Arbeitnehmende nur die Abhängigkeit vom Arbeitgeber wahr. Diese Abhängigkeit löst einen grossen Druck aus. Der eigene Wert für das Unternehmen wird oft völlig ausgeblendet. Es ist enorm wichtig, beim Arbeitgeber einen gewissen Spielraum für die eigenen Bedürfnisse zu haben. Solange ein Dialog stattfindet, der von einer gleichwertigen, gegenseitig respektvollen Haltung geprägt ist, finden sich gangbare Wege.

Tatsache ist: In Sachen Gesundheit gibt es ein Zuviel!

Tun Sie sich selbst wohl

Von anderen abhängig zu sein, ist ein enormer Stressfaktor. Den grössten Einfluss haben wir auf uns selbst. Abgrenzen und sich dann, wenn möglich, Gutes tun. Nur so können wir unsere körperliche und psychische Gesundheit pflegen und erhalten. Beachten Sie dazu auch unseren Coaching-Tipp «Förderung der Gesundheit - Steigerung der Lebensqualität».

Der erste Schritt ist der wichtigste

Schritte zu wagen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen anzugehen. Vielleicht fühlt es sich am Anfang falsch an. Jahrelanger Lebenstrott hat sich in unserem System verankert und kann nur langsam überschrieben werden. Veränderung dauert. Das Schöne daran ist, sie wird mit jedem Schritt angenehmer.

«Man kann nichts mehr geben, wenn man selbst nichts mehr hat.» Zitat aus dem Newsletter von Impulse.de.

«Sich für andere mit vollem Engagement einzusetzen oder mit ganzer Kraft am Unternehmen zu arbeiten, ist völlig in Ordnung - solange man sich selbst dabei nicht völlig vergisst. Gerade weil man eine wichtige Rolle für andere einnimmt, ist es wichtig (und gar nicht egoistisch), auf sich selbst aufzupassen.»

Im Klartext heisst dies: Psychische und körperliche Gesundheit beginnt mit der Sorgfaltspflicht sich selbst gegenüber und dient letztendlich der ganzen Gesellschaft!

24.11.2021, Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon