Bis Ende 2027 sollen die Gesundheitsausgaben auf 110 Mia Franken ansteigen, so die Prognose der Konjunkturforschungsstelle ETH (KOF). Das KOF geht von 3,9 Prozent Kostenanstieg pro Jahr aus. Ein Fass ohne Boden sozusagen. Gründe, überraschende Erkenntnisse und ein Lösungsansatz hier im Fokus.
Wie können die Gesundheitskosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden? Eine Frage, die nicht nur die Schweizer Bevölkerung seit Jahren beschäftigt. Immer wieder wird der Fokus auf die zunehmende Alterung gelenkt, auf die teuren letzten Lebensjahre. Doch das ist zu kurz gedacht. Wo können wir ansetzen? Die drei Bereiche ambulante Versorgung, Technologie und Longevity hier im Mittelpunkt.
Wer in der Pflege arbeitet, möchte vulnerablen Menschen helfen. Das ist nicht nur sinnvoll, es ist ein Grundauftrag der Menschen - von Anfang an. Manchmal geht es nicht anders, als dass wir kranke und verunfallte Menschen unterstützen - oder dass uns geholfen wird. Vieles kann durch Familie oder Freiwilligenhilfe abgedeckt werden. Doch schwere Verletzungen und Krankheiten brauchen entsprechende Kompetenzen: Fachkräfte mit qualifiziertem Wissen. Das alleine reicht jedoch nicht.
Wenn unsere Nächsten krank werden, wenn ihre Lebensqualität eingeschränkt ist, dann ist es für uns selbstverständlich, sie so gut wie möglich zu unterstützen. Die meisten kranken Menschen möchten nach Möglichkeit zu Hause bleiben und dort gepflegt werden. In der Schweiz ist es so, dass Angehörige für die Pflege ihrer Nächsten einen Lohn erhalten. Bedingung: Sie müssen durch eine Spitex-Firma angestellt sein. Ein System mit Schwachstellen. Eine Spurensuche.
Eigentlich, so denken wohl nicht wenige, sollte die Digitalisierung dem Gesundheitswesen viel Arbeit abnehmen. Zumindest im administrativen Bereich. Doch irgendwie scheint da die Handbremse angezogen zu sein. An attraktiven Ideen fehlt es jedoch nicht. Erste werden bereits umgesetzt. Und sie lassen berechtigte Hoffnungen aufkommen. Für das medizinische Fachpersonal wie für Patienten. Vom digitalen Weg mit seinen Perspektiven und Hürden im Gesundheitswesen.
Bei Wörtern wie Gesundheitswesen, Krankenkassen, Spitäler denken die meisten von uns schnell an defizitär. Heisst, wir rechnen automatisch mit Bad News wie höheren Kosten. Umso mehr überrascht es, dass es auch Ausnahmen gibt. Zum Beispiel die Thurmed-Gruppe, konkret die Thurgauer Spitäler. Die NZZ ist dem nachgegangen und wir fassen die wichtigsten Gründe der Ostschweizer Gewinnerwirtschaftung zusammen.
Die Krankenkassenprämien steigen jedes Jahr. Alle regen sich darüber auf, viele kommen in ernsthafte Schwierigkeiten - und doch kriegen wir sie einfach nicht in den Griff. Medien berichten über Statements aus der Politik, von Krankenkassen und auch von Ärzten und Pflegepersonen - die die wertvollsten aller Feedbacks und Denkansätze liefern und doch so wenig Gehör finden. Doch die Praxis lügt nie. Einige dieser Ansätze, wie Kosten gesenkt werden können, im nachfolgenden Text.
Wir schreiben das Jahr 2025. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Digitalisierung vollumfänglich in unseren Alltag eingenistet. Wir machen schöne und schwierige Erfahrungen damit. 25 Jahre Zeit genug also, um diese neue Welt kennenzulernen und sie in unserem Leben zu nutzen. Doch das ist nicht immer so einfach. Die Schweizer Bevölkerung und darunter auch Gesundheitsfachpersonen zeigen immer noch eine gewisse Skepsis. Insbesondere im Gesundheitswesen ist dieses Misstrauen nachvollziehbar, denn hier wird mit äusserst vertraulichen Daten gearbeitet.
Was ist ein gerechter Lohn im Gesundheitswesen? Diese Frage wird vor allem seit Corona immer wieder thematisiert. Auch die Pflegeinitiative verlangt eine bessere Entlöhnung des Personals. Dem gegenüber stehen Pressemeldungen, wie überrissen die Löhne gewisser Ärzten sind. Was bedeutet also ein gerechter Lohn? Ein Denkansatz.
Unser Gesundheitswesen soll gesunden, zumindest, was die finanzielle Seite angeht. Denn hohe Verluste dürfen nicht einfach so hingenommen werden. Hinsehen, wenn die Finanzen nicht stimmen, ist die Pflicht eines jeden Unternehmens, wenn es am Markt bestehen will. Das Gesundheitswesen hat allerdings besondere Voraussetzungen. Wir zeigen auf.