Vom Autopionier Henry Ford lernen wir, dass wir durch eingespielte Abläufe viel Zeit gewinnen können und - wirtschaftlich gesehen - produktiver werden. Mehr erreichen in der gleichen Zeit. Das geht dann nicht mehr, wenn sich gewisse gesellschaftliche Voraussetzungen grundlegend verändern. Dann braucht es neue Denk- und Handlungsweisen. Neue Perspektiven. Was dies für das Gesundheitswesen bedeuten könnte, zeigen wir hier auf.
Spannungsfeld Digitalisierung im Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen sieht sich seit ein paar Jahren enormen Herausforderungen gegenüber, ohne so richtig vom Fleck zu kommen. Da sind zum einen die Erwartungen der Schweizer Bevölkerung, die mehr über ihre digitalen Gesundheitsdaten bestimmen möchte und zum anderen fehlt eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Dies zeigt der aktuelle E-Health-Barometer 2026, der jährlich vom Meinungsforschungsinstitut GfS Bern durchgeführt wird.
Junge Schweizer Chirurgen lernen nicht mehr richtig, wie man operiert. Diese Aussage wurde in diversen Medien thematisiert. Erfahrung ist insbesondere bei schwierigen Operationen wichtig. Was bedeutet dies für Patienten? Was für die auszubildenden Chirurgen?
Temporärarbeit im Gesundheitswesen sorgt für Kritik: Hohe Vermittlungskosten belasten die Budgets, während Fachkräfte wegen besserer Konditionen zu Agenturen abwandern. Dieser Entzug von Stammpersonal zwingt Spitäler und Heime dazu, teure Temporärangebote zu nutzen, um den Betrieb zu sichern - ein kostspieliger Teufelskreis. Doch die Branche reagiert. Neue rechtliche Rahmenbedingungen und innovative Ansätze, wie eine spitalinterne, flexible Personaleinsatzplanung (z. B. eigene Flex-Pools), bieten nun wirksame Alternativen, um die Abhängigkeit von externen Firmen zu reduzieren.
Bis Ende 2027 sollen die Gesundheitsausgaben auf 110 Mia Franken ansteigen, so die Prognose der Konjunkturforschungsstelle ETH (KOF). Das KOF geht von 3,9 Prozent Kostenanstieg pro Jahr aus. Ein Fass ohne Boden sozusagen. Gründe, überraschende Erkenntnisse und ein Lösungsansatz hier im Fokus.
Wie können die Gesundheitskosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden? Eine Frage, die nicht nur die Schweizer Bevölkerung seit Jahren beschäftigt. Immer wieder wird der Fokus auf die zunehmende Alterung gelenkt, auf die teuren letzten Lebensjahre. Doch das ist zu kurz gedacht. Wo können wir ansetzen? Die drei Bereiche ambulante Versorgung, Technologie und Longevity hier im Mittelpunkt.
Wer in der Pflege arbeitet, möchte vulnerablen Menschen helfen. Das ist nicht nur sinnvoll, es ist ein Grundauftrag der Menschen - von Anfang an. Manchmal geht es nicht anders, als dass wir kranke und verunfallte Menschen unterstützen - oder dass uns geholfen wird. Vieles kann durch Familie oder Freiwilligenhilfe abgedeckt werden. Doch schwere Verletzungen und Krankheiten brauchen entsprechende Kompetenzen: Fachkräfte mit qualifiziertem Wissen. Das alleine reicht jedoch nicht.
Wenn unsere Nächsten krank werden, wenn ihre Lebensqualität eingeschränkt ist, dann ist es für uns selbstverständlich, sie so gut wie möglich zu unterstützen. Die meisten kranken Menschen möchten nach Möglichkeit zu Hause bleiben und dort gepflegt werden. In der Schweiz ist es so, dass Angehörige für die Pflege ihrer Nächsten einen Lohn erhalten. Bedingung: Sie müssen durch eine Spitex-Firma angestellt sein. Ein System mit Schwachstellen. Eine Spurensuche.
Eigentlich, so denken wohl nicht wenige, sollte die Digitalisierung dem Gesundheitswesen viel Arbeit abnehmen. Zumindest im administrativen Bereich. Doch irgendwie scheint da die Handbremse angezogen zu sein. An attraktiven Ideen fehlt es jedoch nicht. Erste werden bereits umgesetzt. Und sie lassen berechtigte Hoffnungen aufkommen. Für das medizinische Fachpersonal wie für Patienten. Vom digitalen Weg mit seinen Perspektiven und Hürden im Gesundheitswesen.
Bei Wörtern wie Gesundheitswesen, Krankenkassen, Spitäler denken die meisten von uns schnell an defizitär. Heisst, wir rechnen automatisch mit Bad News wie höheren Kosten. Umso mehr überrascht es, dass es auch Ausnahmen gibt. Zum Beispiel die Thurmed-Gruppe, konkret die Thurgauer Spitäler. Die NZZ ist dem nachgegangen und wir fassen die wichtigsten Gründe der Ostschweizer Gewinnerwirtschaftung zusammen.